IPv6 in Linux deaktivieren

Eben hatte ich einen interessanten Effekt, bei dem offenbar IPv6 störte. Ich administriere einige Websites bei Strato, nutze zur Arbeit Ubuntu 14.04 und Filezilla für die FTP-Verbindung. Letzteres hat bisher immer bestens funktioniert. Bis heute.

Jetzt stand oben im Verbindungsbereich während des Aufbaus der Versuch, mit ftp.strato.de zu verbinden und danach dessen IPv6-Adresse. Nach einer Weile brach der Verbindungsversuch ab, startete noch zweimal und dann war Schluss. Völlig händisch in der Shell klappte alles, in mc jedoch ebenfalls nicht!

Die IPv6-Adresse von Strato hatte ich bis dahin noch nie gesehen, also hat man dort offenbar etwas geändert. Allerdings kann mein System damit „irgendwie“ nicht umgehen, obwohl FileZilla IPv6 immer schon kann. Okay, ich musste arbeiten können, eine schnelle Lösung sollte her.

In der u.a. Quelle fand ich sie und sie funktioniert:

# temporär:
 echo 1 > /proc/sys/net/ipv6/conf/all/disable_ipv6

# dauerhaft, wirkt nach dem nächsten Booten:
 /etc/sysctl.d/01-disable-ipv6.conf anlegen, net.ipv6.conf.all.disable_ipv6 = 1 als Inhalt # ohne zu booten: sysctl --system

Damit ist IPv6 deaktiviert und FileZilla funktioniert auch mit Strato. Ich bin kein Netzwerk-Spezialist, daher lasse ich das einfach mal so stehen. Interessant ist übrigens der Hinweis, dass durch diese Maßnahme durchaus die Sicherheit des Systems erhöht werden kann.

Ich bin unbedingt an Kommentaren interessiert!

Quellen:
IPv6 deaktivieren – Thomas-Krenn-Wiki
12.04 – How to disable IPv6 on Ubuntu? – Ask Ubuntu

SEO Tools – Werkzeug fürs Web-Marketing

Die Konkurrenz wird immer größer. Webdesign – also die Gestaltung von Websites – ist das Eine. Den passenden, gut formulierten Inhalt und die ansprechende Bebilderung einzufügen schon etwas anderes. Aber die Bearbeitung hinsichtlich der Findbarkeit im ständig wachsenden Internet ist am Ende die Hauptsache – sonst war alle Mühe umsonst.

SEO heiß das Zauberwort: Search Engine Optimization. Die Websites müssen so optimiert werden, dass sie für die diversen Suchmaschinen schmackhaft erscheinen und hoch bewertet werden. Nur dann erscheinen sie bei der Suche durch potentielle Besucher an prominenter Stelle, sagen wir unter den ersten 50 Suchergebnissen.

Die Suchmaschinen optimieren ihrerseits auch ihre Algorithmen. Als das Internet noch „ordentlich“ war, reichten Beschreibungen und Keywords, um eine Website einzutüten. Später wurde damit betrogen: Es wurden Schlüsselworte benutzt, die zwar nichts mit der Website zu tun hatten, aber ein gutes Ranking versprachen. Verkäufer harmloser Schnürsenkel warben versteckt mit Sex und Viagra. Die Folge: Heute werden Keywords und der Pagerank (Google) nicht mehr benutzt, man muss sich viel neues einfallen lassen, um sich abzuheben. Da das kein Mensch mehr mit vernünftigem Aufwand mehr überblickt, muss sich der Webmaster diverser Werkzeuge bedienen, die ihrerseits die Suchmaschinen gut kennen und immer wieder angepasst werden.

Alle Werkzeuge haben ihre Vor- und Nachteile. Aber alle geben eine Unmenge wertvoller Hinweise, an welchen Schrauben man drehen sollte, um eine gute Platzierung bei den Suchmaschinen zu erreichen. Hier sind einige Beispiele:

OnPage.org sehr detailliert, auch Zeitgesteuert regelmäßig mit Mail-Benachrichtigung

SEO Check

Page Speed Insights der Standard für die Geschwindigkeitsmessung, einem wichtigen Kriterium

Dienste in Linux beim Hochfahren starten lassen

Will man unter Linux einen Dienst selbständig starten, hilft ein schlaues Tool: update-rc.d. Das nimmt einem die Arbeit ab, den Dienst passend in die passenden Start- und Stopscripts aller Runlevel einzutragen. Ich nutze zum Beispiel zwei paralle installierte Webserver, natürlich nur einen als Standard – der andere schläft.

Beispiel

Nacheinder „Umschalten“ zweier installierter Webserver:

sudo update-rc.d nginx defaults
sudo update-rc.d apache2 remove

schaltet den Webserver ngingx künftig an, den Apache aus. Das kann man natürlich auch in 1 Script packen un dieses mit gksu oder sudo aufrufen:

#!/bin/sh
update-rc.d nginx defaults
update-rc.d apache2 remove

Quelle: Dienste und Programme in Ubuntu beim Hochfahren starten lassen

Windows 10: Anniversary Update macht Webcams unbrauchbar

Heise online berichtet von einem ziemlich bösen Fehler, der sich durch das kürzliche (noch laufende?) große Update („Anniversary Update“) von Windows 10 breitgemacht hat. Da hat wohl nicht nur einer gepennt…

Nach dem Einspielen des letzten größeren Upgrade für Windows 10 versagen zahlreiche USB-Webcams ihren Dienst. Microsoft arbeitet bereits an einer Lösung. […]

Abhilfe per Registry-Eintrag

Bis die Updates verfügbar sind, soll laut Postings im selben Forum ein Registry-Eingriff Besserung bringen: Um 32-Bit-Anwendungen wieder zum Laufen zu bringen, trage man im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREWOW6432NodeMicrosoftWindows Media FoundationPlatform einen neuen DWORD-Wert namens EnableFrameServerMode ein und weise ihm den Wert 0 zu. Für 64-Bit-Messenger gelte derselbe Registry-Pfad ohne WOW6432Node.

Quelle: Windows 10: Anniversary Update macht Webcams unbrauchbar | heise online

Windows 10: Kostenloses Upgrade nach dem Termin

Nutzer von Windows 8 konnten die teils fragwürdig lästigen Aufforderungen kaum übersehen, doch endlich auf Windows 10 umzusteigen. Andere hatten einfach keine Gelegenheit dazu, den Termin 29.7.2016 zu halten. Wer es sich danach doch noch überlegt hat, kommt um einen empfindlichen Preis nicht herum. Normalerweise.

Denn Microsoft hat an Menschen mit Behinderungen gedacht und verlängert den Termin für sie auf unbestimmte Dauer. Entscheidend ist nur die Versicherung, dass man die eingebauten Assistenz-Systeme (Lupe, Sprache) benutzt. Wie das funktioniert, wird im Artikel von t3n beschrieben:

Quelle: Windows 10: So kommst du doch noch an ein kostenloses Upgrade

Defekte Umlaute nach WordPress-Update

Ein schwarzer Tag. Heute morgen gucke ich mal wieder nach meiner Website, ob alles noch geht – und es ging nicht. Alle Umlaute waren zu üäößÜà (äöüÄÖÜ) geworden, also die Darstellung von UTF8-Zeichen, wenn die Seite nicht UTF8-kodiert wäre. Ist sie aber natürlich, das ist Standard bei WordPress.

Grrr. Also erstmal meinen Provider um Rat gefragt, denn es schien mir ein Datenbank-Problem zu sein. Währenddessen habe ich Seite für Seite, Beitrag für Beitrag korrigiert.

Dann kam ein Hinweis von der netten Hotline auf diese Fundstelle:

Quelle: www.tipps-archiv.de

Das Problem kann offenbar nach Upgrades von WordPress von älteren Installationen auftreten. Die Lösung ist einfach (und wesentlich schneller als meine…):

In der /wp-config.php mache man aus

define(‚DB_CHARSET‘, 'utf8');
oder
define(‚DB_CHARSET‘, 'utf8mb4');

einfach

define(‚DB_CHARSET‘, '');

Und schon ist das Problem behoben.

Monitor Gamma-Korrektur

Die richtige Einstellung des Monitors bezüglich Farbe, Helligkeit, Kontrast und Gamma ist die Voraussetzung für eine ordentliche Bildbearbeitung. Eigentlich ein alter Hut, sollte man meinen – trotzdem sehe ich immer wieder Monitore, die zumindest für die hochwertige Arbeit mit Fotografien falsch eingestellt sind.

Quelle: radsite.lbl.gov/radiance/refer/Notes/gamma.html

Ich selbst habe den Monitor zunächst auf seine Default-Werte zurückgesetzt und dann mit dem Tool von nVidia – Ich habe eine Grafikkarte von nVidia im System – den Gamma-Wert der Anleitung entsprechend eingestellt. Der dabei entstehende Korrektur-Wert von ~1.4 ergibt ein Gamma (visuell gemessen, also „gesehen“) von etwa 2.2.

Nginx als Alternative zu Apache auf Ubuntu installieren

Der Webserver Apache ist zwar am weitesten verbreitet, aber das könnte auch eine Sache der Gewohnheit oder der Scheu vor Andersartigem sein. Dabei gibt es mindestens eine Alternative, die wesentlich performanter sein kann und dabei noch einfach zu installieren und zu handhaben ist: nginx (ausgesprochen „engine ex“).

nginx

Quelle 1: Installing Nginx with PHP 7 and MySQL 5.7 (LEMP) on Ubuntu 16.04 LTS

Quelle 2: Wie du mit nginx deinen Linuxserver in 5 Minuten auf Hochlast trimmst

Update:

Ich habe beide Webserver installiert, allerdings natürlich nur einen (nginx) laufen. So kann ich mit „service nginx stop / service apache2 start“ und umgekehrt schnell mal wechseln. Welchen von beiden ich automatisch starte, lege ich fest wie hier beschrieben. Um standardmäßig den Apache nicht zu starten und stattdessen den nginx, genügen einmalig folgende Befehle in einer Shell:

sudo update-rc.d apache2 remove
sudo update-rc.d nginx default

Mount Google Drive in Ubuntu

Ein Update gleich vornweg: Dieser Weg scheint heute (Oktober 2017 mit XUbuntu 16.06) nicht mehr zu funktionieren. Eine Alternative ist der  aufgezeigte Weg in diesem Beitrag.


Endlich mal ein funktionierender Weg, um Google-Drive in Ubuntu problemlos zu mounten und darauf lesend und schreibend zuzugreifen! Englischsprachige Anleitung:

Quelle: Mount Google Drive in Ubuntu – Using Google Drive Ocamlfuse

Update:

Ich habe die hier beschriebene Lösung erweitern müssen. Ein Aufruf sofort nach dem Systemstart ging nicht, anscheinend ist da „irgendwas“ noch nicht bereit. Ich habe also ein kleines Startscript geschrieben und rufe das im Ubuntu-Autostart auf:

#!/bin/sh
sleep 5m
google-drive-ocamlfuse ~/GDrive

Damit wird die Verbindung 5 Minuten später gestartet und funktioniert. Sicher geht es auch schneller, das käme auf einen Versuch an.

Ergänzung:

Falls man GDrive wieder loswerden möchte, ist zunächst google-drive-ocamlfuse zu deinstallieren (über synaptic oder apt-get).

sudo apt-get remove google-drive-ocamlfuse

Dann muss man als root(!) das Verzeichnis ~/GDrive, das ja eigentlich ein Laufwerk darstellt, unmounten.

sudo umount GDrive

Dann erst kann man das Verzeichnis löschen! Ansonsten bliebe die "ressource belegt", solange der Treiber darauf zugreift.

Jennifer Null hat es schwer

Kaum zu glauben, dass man nicht Jennifer Null heißen darf! Hier wird anschaulich und nicht ohne „ernsthaften Witz“ beschrieben, was passieren kann, wenn Webentwickler  – aber auch andere, die mit dem Entwurf von Datenbanken und Formularen zu tun haben – zu kurzsichtig sind und es Benutzern dann unmöglich gemacht wird, zum Beispiel Namen und Adressen einzugeben.

Jennifer Null zu heißen, kann richtig nerven. Regelmäßig führt der Name zu Computerproblemen. Doch auch andere Namen sind mit unserer digitalen Welt schlicht inkompatibel. Die Gründe sind vielfältig.

Quelle: Diese Namen führen zu Software-Katastrophen