Zugriff auf Google Drive unter Xubuntu 18.04

Hier bei mir habe ich ja vor einiger Zeit schonmal über die Einrichtung von Google Drive unter Xubuntu 16.04 und den damaligen Misserfolg geschrieben. Jetzt habe ich mich des Themas nochmal angenommen, weil ich für ein Projekt die große Cloud brauche.

Dazu habe ich diese Anleitung benutzt: www.itsmarttricks.com/how-to-mount-google-drive-account-in-ubuntu-18-04-using-google-drive-ocamlfuse/.

Hier in der Zusammenfassung die wesentlichen Schritte:

# Eine ggf. vorhandene frühere Installation entfernen!
# Löschen von ~/.gdfuse
# sonst geht die neue Anmeldung bei Google nicht!
rm -rf ~/.gdfuse

# Repository von Alessandro Strada hinzufügen:
sudo add-apt-repository ppa:alessandro-strada/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get install google-drive-ocamlfuse

google-drive-ocamlfuse
# Hier wird der Standardbrowser mit der Google-Auth. aufgerufen.
# Passiert das nicht, gibt es schon ~/.gdfuse, siehe oben!

# Erstellen des lokalen Google-Drive-Verzeichnisses
mkdir ~/Gdrive

# Verbindung Google / lokales Verzeichnis (mounten)
google-drive-ocamlfuse ~/Gdrive (***)

Und fertig! Jetzt habe ich in ~/Gdrive den Inhalt meines Cloud-Speichers. Vorsicht, bei mir sind das derzeit immerhin 17 GB möglicher Platz, der dann auch lokal gebraucht wird! Ich habe das Verzeichnis auf dem Desktop verlinkt und somit immer in Sichtweite.

*** Ergänzung: Die letzte Zeile oben (***) zum Verbinden von Gdrive mit dem lokalen Verzeichnis ~/Gdrive sollte man am besten in eine geeignete Stelle für den Autostart eintragen, damit die Verbindung gleich beim Booten erstellt wird. Sonst bleibt das Verzeichnis ~/Gdrive “leer”! Bei mir steht also in der Autostart-Liste:

sh -c "sleep 60; google-drive-ocamlfuse ~/Gdrive"

Das Verbinden gelingt nicht unmittelbar beim Booten, sondern braucht eine kleine Pause. Ich habe dazu im Autostart eine Verzögerung von 60 Sekunden eingetragen.

Google als Bremse für Website-Betreiber

Über 50 Prozent der Suchanfragen auf Google enden nicht mehr auf externen Websites. Was bedeutet das für die Suchmaschinenoptimierung und was gilt es zu tun?

https://t3n.de/news/mehr-haelfte-aller-google-suchen-1188181/

Ich selbst merke das gar nicht – denn ich benutze üblicherweise nicht Google als Suchmaschine. Ich will diese Firma nicht bewußt mit mit meinen Sehnsüchten füttern. Aber ich möchte natürlich, dass meine Website gut bei Google gefunden wird – weil der größte Teil der Internet-Benutzer eben diese Suchmaschine benutzt. Das ist ein fast unlösbarer Widerspruch.

Umso schlimmer ist das, wenn man ein Gewerbe betreibt, bei dem die Konkurrenz unüberschaubar groß ist. Wenn ich nach “webentwickler leipzig” oder “webdesigner leipzig” suche, kommt mit etwas Glück meine Website irgendwo unter den ersten 100 Einträgen (ich sage nicht “Seiten”, denn wie lang ist eine Seite?). Und auch wenn ich mir alle Mühe gebe, das zu verbessern, gelingt das selbst nach Jahren nicht zuverlässig. Und wenn dann – wie im verlinkten Artikel beschrieben – sämtliche Auskünfte schon im Suchergebnis zu finden sind, klickt keiner mehr auf den Link zu meiner Seite.

Also was ist zu tun? SEO ja, unbedingt. Aber vielleicht sollte man dafür sorgen, dass eben nicht schon auf der Suchergebnis-Seite allzu viel verraten, sondern nur neugierig gemacht wird. Ich werde noch daran arbeiten…

Google’s Benachrichtigungen-Chaos

Ich benutze Aquamail als Mailclient auf meinem “Huawei P8 lite 2017” mit Android 8 Oreo und allen Aktualisierungen. Bis irgendwann im letzten Jahr hat immer ein Vögelchen gezirpt, wenn eine Mail reinkam, das ist seit Jahren meine Benachrichtigung auch auf dem PC. Und nun ist das Vögelchen seit einiger Zeit stumm. Auf einem Tablet mit Android 7 singt es noch.

Nun suche ich mir seit Tagen den Wolf nach dem Fehler in den Einstellungen. Meist sitzt der Fehler ja am Gerät, wie ich weiß. Diesmal war ich ratlos. Bis ich einen Artikel im Aquamail-Forum fand, der genau dieses Thema behandelt.

Die Kernaussage ist, dass Google als Entwickler von Android das System der Benachrichtigungen so weit verschlimmbessert hat, dass Chaos entstanden ist, das die Hersteller der Telefone nicht oder nicht so schnell beseitigen können (oder wollen?). Kurz gesagt hat Google sogenannte “notification channels” erfunden, also Benachrichtigungskanäle, über die einzelne Apps ihre Benachrichtigungen senden könnten, und die Art und Weise sollte der Nutzer einstellen können – wenn es denn ginge. Denn die Umsetzung ist wohl so mistig gelungen, dass es eben meist nicht oder nur teilweise funktioniert.

In der FAQ von Aquamail liest sich das ganz unten (“Notification appearance settings – Android 8.0 and newer”) so (übersetzt vom Google-Translater, sic!):

Gemäß den Google-Anforderungen befinden sich die Einstellungen für das Erscheinungsbild der Benachrichtigung nun in den Telefoneinstellungen von Android. Dies gilt für Android 8.0 und höher sowie für Aqua Mail 1.18 und höher. Es ist in allen oder fast allen Apps gleich (definitiv Gmail, Twitter, andere, die kürzlich aktualisiert wurden).

Telefoneinstellungen haben Optionen für Ton, Vibration ein / aus.
Es gibt keine Option für LED-Farben (Google hat vergessen, Hersteller scheinen sich nicht darum zu kümmern).
Es gibt keine Option für Vibrationsmuster.
Einige Telefone haben keine Option für LED ein / aus. Einige Telefone haben keine Option zum Auswählen eines bestimmten Tons, nur ein / aus, und zwar unter Verwendung der “globalen” Benachrichtigungstoneinstellung (die geändert werden kann, aber sich auf alle modernen Apps auswirkt).

Bei einigen Telefonen blinkt die LED nur, wenn ein Ton oder eine Vibration auftritt (ist für mich nicht sinnvoll, aber dies ist Google). Einige Telefone haben eine gut versteckte Einstellung zum “Pulsieren der LED”, andere nicht.

Das ganze Chaos ist völlig außerhalb unserer Kontrolle. Die Einstellungen für die Benachrichtigungseinstellungen werden jetzt von Android bereitgestellt (und können von Gerät zu Gerät variieren) und können von Apps nicht überschrieben werden.

Google ist eine starke Bewaffnung der Entwickler, dies ist nicht optional (wenn sich eine App nicht für das neue Schema entscheidet – es ist nicht möglich, Updates für Play seit dem 1. November 2018 zu veröffentlichen … und wir möchten dies tun).

Wenn bei Ihrem Telefon einige Optionen fehlen (z. B. die Möglichkeit, einen Ton auszuwählen), oder funktionieren einige nicht, wenden Sie sich bitte an den Support Ihres Telefonherstellers und teilen Sie ihm mit. Sie und Google sind die einzigen, die das beheben können.

Wie interessiert sie sind, ist eine andere Sache, aber es besteht Hoffnung, da dies nun alle Apps betrifft. Ihr Telefonhersteller kann dies in “ihrem” Android-Flair “beheben, ohne auf Googles nächstes Android-Update zu warten.

Fazit: Keine Chance. Mein Vögelchen bleibt stumm, bis irgendwer bei Google oder Huawei Interesse daran hat, das Chaos zu beseitigen und den eigentlich guten Vorsatz technisch sauber umzusetzen.

Bemerkenswert ist allerdings, dass sich beispielsweise WhatsApp nicht an Googles Vorgaben hält, trotzdem weiter lebt und sich auch nicht durch die Einstellung der Nachtruhe aus dem Konzept bringen lässt – es nervt mit einem von mir eingestellten Klingelton, auch wenn “nicht stören” eingestellt ist. Es geht also (jedenfalls fast…)!?

Zugriff auf Google Drive unter Xubuntu 16.04

Achtung: Dieser Artikel ist veraltet! Die Neufassung für Ubuntu 18.04 findet man hier.


Lange habe ich nach einem einfachen Weg gesucht, unter (X)Ubuntu 16.04 mein Google Drive so einzubinden, dass es als normaler Ordner erscheint. Hier ist eine englische Anleitung, die wirklich funktioniert! Der Weg im früheren Beitrag vom April 2016 scheint unter 16.04 nicht mehr zu klappen.

Eine wichtige Ergänzung: Am Ende der beschriebenen Schritte muss ein Neustart des Systems erfolgen, sonst sind bei weitem nicht alle Ressourcen im installierten Gnome Control Center sichtbar – vor allem auch nicht die Cloudanbindung!


Hinweis: Unter Ubuntu 18.04.01 scheint das so nicht mehr zu funktionieren, jedenfalls ist das Icon auf dem Desktop weg. Die Ursache habe ich noch nicht untersucht. Werde ich wohl auch nicht…

Mount Google Drive in Ubuntu

Ein Update gleich vornweg: Dieser Weg scheint heute (Oktober 2017 mit XUbuntu 16.06) nicht mehr zu funktionieren. Eine Alternative ist der  aufgezeigte Weg in diesem Beitrag.


Endlich mal ein funktionierender Weg, um Google-Drive in Ubuntu problemlos zu mounten und darauf lesend und schreibend zuzugreifen! Englischsprachige Anleitung:

Quelle: Mount Google Drive in Ubuntu – Using Google Drive Ocamlfuse

Update:

Ich habe die hier beschriebene Lösung erweitern müssen. Ein Aufruf sofort nach dem Systemstart ging nicht, anscheinend ist da “irgendwas” noch nicht bereit. Ich habe also ein kleines Startscript geschrieben und rufe das im Ubuntu-Autostart auf:

#!/bin/sh
sleep 5m
google-drive-ocamlfuse ~/GDrive

Damit wird die Verbindung 5 Minuten später gestartet und funktioniert. Sicher geht es auch schneller, das käme auf einen Versuch an.

Ergänzung:

Falls man GDrive wieder loswerden möchte, ist zunächst google-drive-ocamlfuse zu deinstallieren (über synaptic oder apt-get).

sudo apt-get remove google-drive-ocamlfuse

Dann muss man als root(!) das Verzeichnis ~/GDrive, das ja eigentlich ein Laufwerk darstellt, unmounten.

sudo umount GDrive

Dann erst kann man das Verzeichnis löschen! Ansonsten bliebe die "ressource belegt", solange der Treiber darauf zugreift.

Google bestätigt: Ausgehende Links sind kein Faktor für Ranking

Bis dato sind User davon ausgegangen, dass ausgehende Links einer Homepage eine sehr grosse Gewichtung beim Google Ranking bekommen. Dabei galt: Je branchenähnlicher die Verbindung der Websites, desto intensiver nutzt Google diese virtuellen Vernetzungsstrukturen für die Auswertung.

Vor kurzem beeindruckte jedoch der Google Experte John Mueller während des letztem Google Webmaster Central office hours hangout ein breites Publikum damit, dass Google ausgehende Links in keinem Fall als Rankingfaktor vorzieht. Der Schweizer Google Webmaster Trends Analyst betonte dabei, dass es diesbezüglich auch unwichtig ist, ob das “no follow” gesetzt wurde oder nicht.

Quelle:
Google bestätigt: Ausgehende Links sind kein Rankingfaktor