Zugriff auf lokale Mails mit Thunderbird 91

Für Entwicklungen mit PHP unter Ubuntu 20 brauche ich gelegentlich eine Testmöglichkeit, um mit der einfachen Funktion mail() EMails an localhost zu senden und zu kontrollieren. Bislang hatte ich dafür in meinem Thunderbird einfach ein Konto mit dem Protokoll „unix movemail“ eingerichtet

Beim im Januar 2022 in Ubuntu erneuerten Thunderbird 91 wurde dieses Protokoll entfernt, vielleicht im Hinblick darauf, dass es movemail in Zukunft aus Sicherheitsgründen sowieso nicht mehr geben wird.

Bisher habe ich einen kompletten Mailserver mit Postfix und Dovecot eingerichtet und laufen lassen, der mir lokal IMAP und SMTP zur Verfügung stellte und auch auf localhost zugreifen konnte. Auch dafür hatte ich ein extra Konto in Thunderbird. Nach Jahren habe ich nun festgestellt, dass ich das schon so lange nicht mehr benutzt habe, dass ich es entfernen und die beiden Server deinstallieren konnte. Und das in der Hoffnung, dass movemail noch geht… Was es nicht tut! Auch die Beschreibung in meinem Artikel hier funktioniert daher nicht mehr.

Natürlich kann ich einfach in einer Konsole die Mails per „mail“ abrufen. Wenn das dann aber z.B. zum Test mal HTML-Mails sind, ist das nicht besonders komfortabel. Ich möchte das gern innerhalb des Thunderbird haben!

Hier in einem Form-Artikel (askubuntu) fand ich eine bestechend einfache Lösung dafür. Der Posteingang für einen User in einem UNIX-System ist ja eine einfache Textdatei /var/mail/<username>. Der beschriebene fast schon primitive Hack bewirkt weiter nichts, als diese Datei in Thunderbird anzuzeigen. Hier ist der Weg für Thunderbird, benötigt wird eine Konsole:

  1. TB: Rechtsklick auf „Lokale Ordner“, dann „Einstellungen“. Kopiere dort den Pfad von „Lokaler Ordner“ auf der rechten Seite. Bei mir heißt der Pfad „/home/rollo/.thunderbird/<profilname>/Mail/Local Folders“
  2. Beende Thunderbird!
  3. erzeuge einen Symlink in der Konsole:

    ln -s /var/mail/<username> „/pfad/zum/lokalenordner“

    Die „…“ sind nötig, da „Local Folders“ ein Leerzeichen enthält! Ich mache das mit einem Filemanager wie mc, da habe ich das Problem des Verschreibens nicht.
  4. Starte Thunderbird wieder; in den „Lokalen Ordnern“ gibt es jetzt einen Eintrag mit deinem Usernamen, bei mir „rollo“. Da kann man draufklicken und sieht dessen Inhalt im Mailfenster rechts.

Hinweis: Mit anderen Mailprogrammen wie kmail oder seamonkey soll die Verwendung von movemail noch möglich sein, aber Vermutung: movemail wird es in Zukunft gar nicht mehr geben.


Ich würde mich über Erfahrungen auch mit anderen Lösungen freuen. Vor allem aber auch über Anleitungen, wie der Zugriff auf lokale Mailkonten unter Windows gelöst werden kann.

Einrichten der Magenta Cloud

Die Magenta-CLoud der Telekom wurde im Dezember 2021 neu eingerichtet. die geänderten Stellen sind unten rot markiert. Nachzulesen hier bei telekom.de.

Statt der Dropbox, die ja auf dem Territorium der USA gehostet wird und damit trotz aller Versprechen dem „Patriot Act“ unterliegt, habe ich mir für wichtige Daten für unterwegs die kostenlose Magenta-Cloud der Telekom eingerichtet. Die ist auf deutschem Boden gehostet und unterliegt wenigstens dem deutschen und europäischen Datenschutzrecht, das wesentlich restriktiver ist als das der USA. Naja, wer’s glaubt…

Bei der Magenta-Cloud ist die Voraussetzung ein T-Online-Konto (hier mit der Mailadresse symbolisiert). Das kostet nichts und zieht auch keine weiteren Verpflichtungen nach sich. Aber immerhin bekommt man so 10 GB kostenlosen Cloud-Speicher, der gegen Geld auf bis zu 1 TB erweiterbar wäre!

Für Android und iOS gibt es eine App für den Zugriff, für Windows und MacOS auch – aber für Linux natürlich wieder nichts offizielles. Dennoch ist der Zugriff leicht einzurichten, denn die Cloud ist über WebDAV zugänglich und kann somit als Laufwerk gemounted werden.

Hier im WebDAV-Wiki ist das sehr schön beschrieben und ich fasse es nur kurz zusammen. Ich beziehe mich auf mein Xubuntu 18.04.3 20.04.

Achtung: Dieser Absatz wurde zugefügt! Voraussetzung ist, dass das Paket davfs2 installiert ist und die Benutzung bei dessen Konfiguration für alle Nutzer freigegeben wurde.

sudo apt install davfs2

ggf. wenn die Freigabe für alle nicht korrekt ist
sudo dpkg-reconfigure davfs2

Zunächst erzeuge ich danach in meinem Home ein Verzeichnis MagentaCloud und schreibe in die /etc/fstab das folgende:

# Mounten der Magenta-Cloud
# Beachte auch die Installation der Anmeldedaten siehe hier:
# https://alphathiel.de/magentacloud-und-webdav/
# ==========================================================
# (alles in 1 Zeile!!!)
#
# https://webdav.magentacloud.de /home/<user>/MagentaCloud/ davfs uid=1000,users,rw,_netdev 0 0
# neu seit Dezember 2021:
https://magentacloud.de/remote.php/webdav /home/rollo/Magenta/ davfs uid=1000,users,rw,_netdev 0 0
#
# _netdev bewirkt, daß das Laufwerk erst eingehängt wird, wenn das Netzwerk läuft
# sonst wäre https://webdav.magentacloud.de nicht erreichbar

Dann muss ich mich noch um die Zugriffsberechtigung für mich als normalen Nutzer kümmern:

sudo usermod -aG davfs2 <linux-username>

Lokal in ~/.davfs2/secrets oder besser global in /etc/davfs2/secrets (hier als root, danach chmod 0600!!!) eintragen:

# https://webdav.magentacloud.de <> <passwort>
# neu seit 2021:
https://magentacloud.de/remote.php/webdav <> <passwort>

(Bei der MagentaCloud-Website ist <sername> nur der Teil vor @ der Mailadresse! Also zum Beispiel max.mustermann ohne @t-online.de!)

Einen entscheidenden Hinweis für die Migration der alten Magenta-Cloud im Dezember 2021 übersieht man leicht: Es ist ein neues Protokoll-Passwort für den WebDav-Zugang nötig, das direkt im Online-Bereich der Cloud einmalig pro Gerät generiert werden muss. Hier findet sich eine kurze Anleitung dazu. Diese Anleitung ist nicht in der allgemeinen Beschreibung der neuen Cloud zu finden!

Nach dem nächsten Booten habe ich das Symbol eines ungemounteten Laufwerks auf dem Desktop, der erste Doppelklick darauf mounted es und ich sehe den Inhalt meiner Cloud. Eine Verlinkung auf ~/MagentaCloud/ brauche ich daher nicht.

Die neue Cloud empfinde ich als deutlich langsamer.

Ubuntu: Installation von Skype

Nach wie vor ist die Installation von Skype unter Linux nicht trivial, da es Microsoft natürlich nicht für nötig hält, überhaupt eine Linux-Version seiner beliebten Software bereitzustellen, die man einfach so z.B. über Synaptic installieren könnte. Man muss also den Umweg über Fremdquellen gehen, was wiederum auch etwas aufwändiger ist als einfach ein PPA zu benutzen. Hier ist beschrieben, wie es geht, ich habe es eben unter Xubuntu 20.04 ausprobiert. Das Paket heißt skypeforlinux.

Im Kern macht man also folgendes:

curl https://repo.skype.com/data/SKYPE-GPG-KEY | sudo apt-key add -

# make sure you have 'apt-transport-https' installed
dpkg -s apt-transport-https > /dev/null || bash -c "sudo apt-get update; sudo apt-get install apt-transport-https -y"

echo "deb [arch=amd64] https://repo.skype.com/deb stable main" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/skypeforlinux.list

sudo apt-get update

sudo apt-get install skypeforlinux -y 

Achtung, die Zeilen sind länger als die Breite des Bildschirms!

Backup unter Linux

„Wer Backups erstellt, ist feige!“

Tatsächlich kenne ich nur wenige PC-Benutzer, die einigermaßen regelmäßig oder sogar automatisiert Backups ihres gesamten Systems oder wenigstens der Nutzdaten erzeugen und sicher weglegen. Vielleicht wird mal ein kleines Projekt auf einen USB-Stick geschrieben, aber das ist oft schon alles.

Irgendwann aber ist der Stick kaputt, die DVD zerkratzt, die externe HD geht nicht mehr oder der oft auch noch ausländische Cloud-Provider schließt seinen Dienst (oder die Zugangsdaten sind weg).

Diese in Kauf genommene Unsicherheit mag auch daran liegen, dass geeignete Software dafür nicht unbedingt für ungeübte Benutzer geeignet oder teuer ist. So wird das nötige Backup schnell als Stiefkind betrachtet oder eben einfach unterlassen.

Linux

Für Linux gibt es neben der ganz-zu-Fuß-Variante rsync (Systemkommando mit unzähligen Optionen) beispielsweise „Timeshift“ oder„Back in Time“, die beide auf rsync basieren und sozusagen eine Bedienoberfläche dafür darstellen, dabei kostenlos sind, aber doch besser fachkundige Hilfe beim Einrichten benötigen.

Ich habe sowohl „Timeshift oder „Back in Time“ probiert. Die Einrichtung von „Timeshift“ scheint mir etwas aufwändiger und für Laien weniger verständlich, zumal es kaum ordentliche Doku gibt 1, 2. „Back In Time“ funktioniert intern sehr ähnlich, ist aber etwas leichter einzurichten und kann zudem den PC runterfahren, wenn das Backup fertig ist 3, 4

Andere Systeme

Windows-Software zum Beispiel von Acronis (True Image) ist sicher ausgezeichnet, kostet aber auch schon für Privatanwender einen knappen Fünfziger – allerdings gibt es das eben nur für Windows (also für die meisten PCs…). Fürür Windows gibt es sogar „on board“ Lösungen für Nackups wie diese hier t-online.de/digital/software/id_84677644/daten-sichern-so-erstellt-windows-10-automatisch-backups.html.

Natürlich gibt es auch für Macintosh-System als UNIX-Abkömmling ordentliche Lösungen, die mir aber ebenfalls nicht näher bekannt sind. Als Beispiel ist mir „Time Machine“ ein Begriff, das in Verbindung mit der iCloud arbeiten kann.

Cloud

Zusätzlich zu dieser Form des Backups mindestens zweimal im Monat je nach Arbeitseifer nutze ich auch diverse Cloud-Dienste zu Sicherung. Ursprünglich hatte ich auf die beliebte Dropbox gesetzt – da diese aber in den USA gehostet wird und sich somit jeder europäischen Kontrolle entzieht, verwende ich sie nur noch in Ausnahmefällen zum Austausch.

Alternativ habe ich mit die Magenta-Cloud der Deutschen Telekom eingerichtet (hier beschrieben) und die in der Schweiz ansässige pCloud. Letztere unterliegt zwar nicht dem Datenschutzrecht der EU, aber naja, in der Schweiz sind angeblich auch Bankkonten sicher… Das Laufwerk von Google (Google Drive, hier beschrieben) habe ich ja sowieso wegen der Android-Geräte und nun auch auf dem Desktop, allerdings nutze ich das kaum – eigentlich nur als Ziel automatischer Backups diverser Websites.

Fazit

Es gibt also eine ganze Menge Möglichkeiten der Datensicherung für zwischendurch oder auch dauerhaft, die allesamt bedeutend besser sind als gar nichts! CDs oder DVDs zählen für mich kaum noch dazu, außer vielleicht als Musikträger für’s Auto – meine ersten CDs sind über 25 Jahre alt und zu einem Teil trotz guter Lagerung nicht mehr lesbar. Und USB-Sticks haben mit „sicher“ wenig zu tun, da die meisten billige Massenware sind – wenn ich etwas mitnehmen will, habe ich zwei solcher Sticks dabei, einer wird schon gehen.

Ich bleibe bei „Back In Time“. Zum Einen, weil ich es ohne zusätzliches Fremdpaket (PPA) in meinem Xubuntu 18.04 installieren konnte. Zum Anderen, weil es nach Fertigstellung des Backups meinen Rechner runterfahren kann – dann muss ich nur noch irgendwann die USV ausschalten. Die übrigens auch ein Teil des Sicherungskonzepts ist: Ein Stromausfall könnte alle Daten auf der Festplatte unbrauchbar machen.


Beispiele Doku für „Timeshift“:
1 linux.org/threads/timeshift-system-backups8863
2 wpavel.de/linuxhelfer/timeshift.php#1 (deutsch)

Beispiele Doku für „Back In Time“:
3 backintime.readthedocs.io/en/latest
4 lifehacker.com/back-in-time-does-full-linux-backups-in-one-click-5212899

Ubuntu: Nachinstallation des Network Manager (1)

Bislang habe ich bei meinem Ubuntu 18.04 das Netzwerk mittels ifup / ifdown über die Einträge in /etc/network/interfaces betrieben. Das funktioniert natürlich tadellos. Der bei der Installation vorgegebene NetworkManager hatte allerdings eine zeitlang nicht zuverlässig funktioniert und die komfortable Möglichkeit der Nutzung verschiedener VPN habe ich nicht gebraucht. Daher hatte ich das Paket network-manager deinstalliert, also nicht nur deaktiviert. Ein Fehler, wie sich zeigte!

Gerade die VPN-Fähigkeiten werde ich aber möglicherweise demnächst brauchen. Also wollte ich „mal eben“ den NetworkManager wieder installieren. Weit gefehlt – natürlich ließ er sich installieren, auch die Schnittstelle eth0 konnte ich einrichten, aber die Sache lief nicht. Ich schaltete nach der Installation (danach, sonst ginge die Installation natürlich nicht) das Netzwerk ab (sudo ifdown eth0) und ersetzte /etc/network/interfaces durch die Minimalversion:

# interfaces(5) file used by ifup(8) and ifdown(8)
auto lo
iface lo inet loopback

Dann wollte ich den NetworkManager starten mit

sudo systemctl start NetworkManager

Nichts, keine Fehlermeldung, aber auch keine Funktion. Wo lag das Problem? Eine Recherche im Usenet brachte auch keine Erhellung. Dabei hatte ich die Lösung schon längst gefunden, nur hatte ich sie nicht vollständig umgesetzt! Hier wird beschrieben, wie es geht, ich musste es nur vollständig (!) machen. Ich habe den gesamten Abschnitt „Enable NetworkManager and Disable systemd networkd“ abgearbeitet und es hat funktioniert. Hier nochmal die Kurzfassung:

sudo apt-get install network-manager network-manager-gnome

sudo systemctl disable systemd-networkd.service
sudo systemctl mask systemd-networkd.service
sudo systemctl stop systemd-networkd.service

File /etc/netplan/config.yaml erstellen oder editieren (root):
network:
  version: 2
  renderer: NetworkManager

sudo netplan generate

ersetzen der /etc/network/interfces durch die minimlaen Einträge:
# interfaces(5) file used by ifup(8) and ifdown(8)
auto lo
iface lo inet loopback

sudo systemctl unmask NetworkManager
sudo systemctl enable NetworkManager
sudo systemctl start NetworkManager

Startet man jetzt mittels nm-applet das Applet in der Taskleiste, kann man seine Netzwerkverbindung einrichten. Sie steht bereits automatisch drin, aber mit DHCP.

Fazit: Bei den erfolglosen Versuchen hatte ich den Abschnitt mit netplan „übersehen“, ich meinte, sowas habe ich nicht… Genau das hat sich als der notwendige Schlüssel herausgestellt.

Nachtrag: Einen notwendigen Nachtrag habe ich in einem Folgeartikel gemacht, weil es so wie hier beschrieben nicht unbedingt funktioniert. Ich freue mich auch auf ergänzende Kommentare!

In Ubuntu mittlere Maustaste emulieren

Ich benutze am PC mit derzeit Ubuntu 18 eine Tastatur TK820 (wird wohl leider nicht mehr produziert)von Logitech mit großem Touchpad (das Folgende gilt sicher auch für die K400). Das hat zwei „Maustasten“ in den unteren Ecken (bei K400 richtige Tasten).

Bei allen (?) U**x-Systemen kann man eine einfache Technik für drag-and-drop in Konsolen oder anderen Texteingaben anwenden: Man markiert mit der linken Maustaste einen Text in Browsern, Shells, vielen Editoren und kann dann diesen Ausschnitt woanders mit der linken Maustaste ablegen. Das funktioniert nicht immer, abhängig von der Technologie der Programme. In Shellfenstern klappt das immer und ist gerade für die schnelle Arbeit mit Kommandozeilen sehr hilfreich.

Die genannten Keyboards haben aber eben keine mittlere Maustaste! Mein Ziel war also, diese Taste irgendwie im normalen Tastenfeld zu emulieren. So gehts:

Man nehme die in Ubuntu vorhandene „Einstellung > Tastatur > Tastenkürzel für Anwendungen“ und erzeugt einen neuen Eintrag („Hinzufügen“). In „Befehl“ schreibt man „xdotool click 2″ und drückt dann nach Aufforderung die Taste oder Kombination, die man gern hätte und sonst nicht braucht. Beim meinem PC ist das „altgr-strg“ rechts von der Leertaste, bei meinem Laptop die sonst zu nichts zu gebrauchende Menütaste ebendort.

Fertig. Ich arbeite schon lange ohne echte Maus, um den Arm zu schonen und nutze diese Möglichkeit ohne hinzusehen.

Nachtrag 1: In eine Shell kann man den auf diese Weise kopierten Text nicht ohne weiteres mit „altgr-strg“ einfügen – dachte ich bisher. Zufällig habe ich entdeckt, dass das zusammen mit shift doch geht! Damit ist diese Lösung ein vollwertiger Maus-Ersatz :-).

Nachtrag 2: xdotool ist möglicherweise nicht vorhanden und somit erst noch zu installieren (sudo apt install xdotool).

Nachtrag 3: Um den erzeugten Tastencode eines Eingabegerätes (also nicht nur der Maus) in einer Shell anzuzeigen, benutze ich das Tool evtest (Event-Test), das als root aufzurufen ist. Es kommt eine Liste der möglichen Eingabegeräte mit einer Gerätebezeichnung wie „/dev/input/event4: Telink 2.4G Mouse“ und der Aufforderung, die lufende Nummer (hier: 4) anzugeben. Dann kann man fröhlich klicken und bekommt eine Menge Parameter. Ausprobieren!

Dienste in Ubuntu automatisch starten

Hier wird gut beschrieben, wie ich in Ubuntu und Debian Dienste automatisch bei Booten starten kann oder dieses auch wieder entferne, Normalerweise wird das bei der Installation mit erledigt, aber wenn man z.B. einen anderen Webserver möchte, muss der bisherige künftig ausgeschaltet werden.

Quelle:
www.tippscout.de/ubuntu-dienste-automatisch-starten_tipp_5451.html

Um zum Beispiel beim Booten immer den mysql-Dienst zu starten, reicht

sudo update-rc.d mysql defaults

Dropbox installieren in Xubuntu 18

Dropbox Logo

In meinem eigenen Beitrag hier beschrieb ich im Februar 2016 die Mühen, die ich mit der Installation der Dropbox auf der damals noch laufenden Xubuntu-Version 14.04 hatte. Ich hatte es irgendwie hinbekommen, aber das war alles nicht so recht befriedigend. Wenig tröstlich war, dass ich anhand der Suchergebnisse sehen konnte, dass auch viele andere an der Aufgabe scheiterten.

Jetzt habe ich auch meinem Laptop ein Upgrade auf 18.04  verpasst – und prompt funktionierte die Dropbox nicht mehr. Das Symbol in der Taskleiste war wieder als „unbekannt“ dargestellt und blieb unbedienbar.

Für den Fall, dass Dropbox installiert ist und läuft:

dropbox stop rm -rf ~/.dropbox ~/.dropbox-dist sudo apt-get purge thunar-dropbox-plugin sudo apt-get autoremove

Dann neu installieren:

sudo apt-get install thunar-dropbox-plugin

Zum automatischen Start geeignet eintragen:

dbus-launch dropbox start -i

Also habe ich zunächst alles entfernt, was nach Dropbox aussah, und dann nach einigem Probieren diese Seite bei askubuntu.com  (englisch) gefunden, in der ein kurzer Weg beschrieben wird, der sogar sofort funktioniert. Hier die Zusammenfassung:

Nach einem Reboot sollte die Dropbox laufen und das Symbol in der Taskleiste sollte ordentlich aussehen und bedienbar sein.

Das „dbus-launch“ ist der entscheidende Hinweis! Alle anderen Wege, die so im Internet zu finden sind, scheinen voneinander abgeschrieben worden zu sein und funktionierten zumindest bei mir ausnahmslos nicht.

Skype für Linux – Fehlanzeige 2

Bereits im letzten Jahr habe ich hier beschrieben, dass Skype auf „älteren“ PCs (Hardware!) und Ubuntu 16.04 nicht funktionierte. Inzwischen habe ich das Upgrade auf Ubuntu 18.04 gemacht – und Skype funktioniert „anders nicht“. Man kann es problemlos installieren, egal ob als deb-Paket von der Skype-Website oder per „sudo snap install skype –classic“. Danach lassen sich die Nutzerdaten eingeben, das Hauptfenster startet und funktioniert, das Symbol in der Taskleiste erscheint und alles sieht gut aus.

Nur überlebt das den Neustart nicht. Mit etwas Glück erscheint das letzte Chatfenster von gestern. Schließt man das, merkt man, dass damit auch Skype selbst nicht mehr läuft. Startet man es händisch erneut, erscheint wie früher ein leeres Fenster, das beim Bewegen den Hintergrund „mitnimmt“ und sich nur mit kill, pkill oder xkill schließen lässt. Eine Meisterleistung von Microsoft, vielen Dank!

Mount Google Drive in Ubuntu

Ein Update gleich vornweg: Dieser Weg scheint heute (Oktober 2017 mit XUbuntu 16.06) nicht mehr zu funktionieren. Eine Alternative ist der  aufgezeigte Weg in diesem Beitrag.


Endlich mal ein funktionierender Weg, um Google-Drive in Ubuntu problemlos zu mounten und darauf lesend und schreibend zuzugreifen! Englischsprachige Anleitung:

Quelle: Mount Google Drive in Ubuntu – Using Google Drive Ocamlfuse

Update:

Ich habe die hier beschriebene Lösung erweitern müssen. Ein Aufruf sofort nach dem Systemstart ging nicht, anscheinend ist da „irgendwas“ noch nicht bereit. Ich habe also ein kleines Startscript geschrieben und rufe das im Ubuntu-Autostart auf:

#!/bin/sh
sleep 5m
google-drive-ocamlfuse ~/GDrive

Damit wird die Verbindung 5 Minuten später gestartet und funktioniert. Sicher geht es auch schneller, das käme auf einen Versuch an.

Ergänzung:

Falls man GDrive wieder loswerden möchte, ist zunächst google-drive-ocamlfuse zu deinstallieren (über synaptic oder apt-get).

sudo apt-get remove google-drive-ocamlfuse

Dann muss man als root(!) das Verzeichnis ~/GDrive, das ja eigentlich ein Laufwerk darstellt, unmounten.

sudo umount GDrive

Dann erst kann man das Verzeichnis löschen! Ansonsten bliebe die "ressource belegt", solange der Treiber darauf zugreift.