Backup unter Linux

“Wer Backups erstellt, ist feige!”

Tatsächlich kenne ich nur wenige PC-Benutzer, die einigermaßen regelmäßig oder sogar automatisiert Backups ihres gesamten Systems oder wenigstens der Nutzdaten erzeugen und sicher weglegen. Vielleicht wird mal ein kleines Projekt auf einen USB-Stick geschrieben, aber das ist oft schon alles.

Irgendwann aber ist der Stick kaputt, die DVD zerkratzt, die externe HD geht nicht mehr oder der oft auch noch ausländische Cloud-Provider schließt seinen Dienst (oder die Zugangsdaten sind weg).

Diese in Kauf genommene Unsicherheit mag auch daran liegen, dass geeignete Software dafür nicht unbedingt für ungeübte Benutzer geeignet oder teuer ist. So wird das nötige Backup schnell als Stiefkind betrachtet oder eben einfach unterlassen.

Linux

Für Linux gibt es neben der ganz-zu-Fuß-Variante rsync (Systemkommando mit unzähligen Optionen) beispielsweise “Timeshift” oder“Back in Time”, die beide auf rsync basieren und sozusagen eine Bedienoberfläche dafür darstellen, dabei kostenlos sind, aber doch besser fachkundige Hilfe beim Einrichten benötigen.

Ich habe sowohl “Timeshift oder “Back in Time” probiert. Die Einrichtung von “Timeshift” scheint mir etwas aufwändiger und für Laien weniger verständlich, zumal es kaum ordentliche Doku gibt 1, 2. “Back In Time” funktioniert intern sehr ähnlich, ist aber etwas leichter einzurichten und kann zudem den PC runterfahren, wenn das Backup fertig ist 3, 4

Andere Systeme

Windows-Software zum Beispiel von Acronis (True Image) ist sicher ausgezeichnet, kostet aber auch schon für Privatanwender einen knappen Fünfziger – allerdings gibt es das eben nur für Windows (also für die meisten PCs…). Fürür Windows gibt es sogar “on board” Lösungen für Nackups wie diese hier t-online.de/digital/software/id_84677644/daten-sichern-so-erstellt-windows-10-automatisch-backups.html.

Natürlich gibt es auch für Macintosh-System als UNIX-Abkömmling ordentliche Lösungen, die mir aber ebenfalls nicht näher bekannt sind. Als Beispiel ist mir “Time Machine” ein Begriff, das in Verbindung mit der iCloud arbeiten kann.

Cloud

Zusätzlich zu dieser Form des Backups mindestens zweimal im Monat je nach Arbeitseifer nutze ich auch diverse Cloud-Dienste zu Sicherung. Ursprünglich hatte ich auf die beliebte Dropbox gesetzt – da diese aber in den USA gehostet wird und sich somit jeder europäischen Kontrolle entzieht, verwende ich sie nur noch in Ausnahmefällen zum Austausch.

Alternativ habe ich mit die Magenta-Cloud der Deutschen Telekom eingerichtet (hier beschrieben) und die in der Schweiz ansässige pCloud. Letztere unterliegt zwar nicht dem Datenschutzrecht der EU, aber naja, in der Schweiz sind angeblich auch Bankkonten sicher… Das Laufwerk von Google (Google Drive, hier beschrieben) habe ich ja sowieso wegen der Android-Geräte und nun auch auf dem Desktop, allerdings nutze ich das kaum – eigentlich nur als Ziel automatischer Backups diverser Websites.

Fazit

Es gibt also eine ganze Menge Möglichkeiten der Datensicherung für zwischendurch oder auch dauerhaft, die allesamt bedeutend besser sind als gar nichts! CDs oder DVDs zählen für mich kaum noch dazu, außer vielleicht als Musikträger für’s Auto – meine ersten CDs sind über 25 Jahre alt und zu einem Teil trotz guter Lagerung nicht mehr lesbar. Und USB-Sticks haben mit “sicher” wenig zu tun, da die meisten billige Massenware sind – wenn ich etwas mitnehmen will, habe ich zwei solcher Sticks dabei, einer wird schon gehen.

Ich bleibe bei “Back In Time”. Zum Einen, weil ich es ohne zusätzliches Fremdpaket (PPA) in meinem Xubuntu 18.04 installieren konnte. Zum Anderen, weil es nach Fertigstellung des Backups meinen Rechner runterfahren kann – dann muss ich nur noch irgendwann die USV ausschalten. Die übrigens auch ein Teil des Sicherungskonzepts ist: Ein Stromausfall könnte alle Daten auf der Festplatte unbrauchbar machen.


Beispiele Doku für “Timeshift”:
1 linux.org/threads/timeshift-system-backups8863
2 wpavel.de/linuxhelfer/timeshift.php#1 (deutsch)

Beispiele Doku für “Back In Time”:
3 backintime.readthedocs.io/en/latest
4 lifehacker.com/back-in-time-does-full-linux-backups-in-one-click-5212899

Einrichten der Magenta Cloud

Statt der Dropbox, die ja auf dem Territorium der USA gehostet wird und damit trotz aller Versprechen dem “Patriot Act” unterliegt, habe ich mir für wichtige Daten für unterwegs die kostenlose Magenta-Cloud der Telekom eingerichtet. Die ist auf deutschem Boden gehostet und unterliegt wenigstens dem deutschen und europäischen Datenschutzrecht, das wesentlich restriktiver ist als das der USA. Naja, wer’s glaubt…

Bei der Magenta-Cloud ist die Voraussetzung ein T-Online-Konto (hier mit der Mailadresse xxx@t-online.de symbolisiert). Das kostet nichts und zieht auch keine weiteren Verpflichtungen nach sich. Aber immerhin bekommt man so 10 GB kostenlosen Cloud-Speicher, der gegen Geld auf bis zu 1 TB erweiterbar wäre!

Für Android und iOS gibt es eine App für den Zugriff, für Windows und MacOS auch – aber für Linux natürlich wieder nichts offizielles. Dennoch ist der Zugriff leicht einzurichten, denn die Cloud ist über WebDAV zugänglich und kann somit als Laufwerk gemounted werden.

Hier im WebDAV-Wiki ist das sehr schön beschrieben und ich fasse es nur kurz zusammen. Ich beziehe mich auf mein Xubuntu 18.04.3.

Achtung: Dieser Absatz wurde zugefügt! Voraussetzung ist, dass das Paket davfs2 installiert ist und die Benutzung bei dessen Konfiguration für alle Nutzer freigegeben wurde.

sudo apt install davfs2

ggf. wenn die Freigabe für alle nicht korrekt ist
sudo dpkg-reconfigure davfs2

Zunächst erzeuge ich danach in meinem Home ein Verzeichnis MagentaCloud und schreibe in die /etc/fstab das folgende:

# Mounten der Magenta-Cloud
# Beachte auch die Installation der Anmeldedaten siehe hier:
# https://alphathiel.de/magentacloud-und-webdav/
# ==========================================================
# (alles in 1 Zeile!!!)
https://webdav.magentacloud.de /home/<user>/MagentaCloud/ davfs uid=1000,users,rw,_netdev 0 0
# _netdev bewirkt, daß das Laufwerk erst eingehängt wird, wenn das Netzwerk läuft
# sonst wäre https://webdav.magentacloud.de nicht erreichbar

Achtung: Diese mount-Zeile wurde überarbeitet! Die bisher genannte Option noauto ist unnötig, wenn die Option _netdav vorhanden ist. Ohne uid=1000 (oder uid=[username] oder eine andere ID) würden die gemounteten Verzeichnisse und Files root gehören und wären damit für den User readonly.

Dann muss ich mich noch um die Zugriffsberechtigung für mich als normalen Nutzer kümmern:

sudo usermod -aG davfs2 <linux-username>

Lokal in ~/.davfs2/secrets oder besser global in /etc/davfs2/secrets (hier als root, danach chmod 0600!!!) eintragen:

https://webdav.magentacloud.de <username@t-online.de> <passwort>

(Bei der MagentaCloud-Website ist <sername> nur der Teil vor @ der Mailadresse! Also zum Beispiel max.mustermann ohne @t-online.de!)

Nach dem nächsten Booten habe ich das Symbol eines ungemounteten Laufwerks auf dem Desktop, der erste Doppelklick darauf mounted es und ich sehe den Inhalt meiner Cloud. Eine Verlinkung auf ~/MagentaCloud/ brauche ich daher nicht.

Ubuntu: Nachinstallation des Network Manager

Bislang habe ich bei meinem Ubuntu 18.04.3 das Netzwerk mittels ifup / ifdown über die Einträge in /etc/network/interfaces betrieben. Das funktioniert natürlich tadellos. Der bei der Installation vorgegebene NetworkManager hat eine zeitlang nicht zuverlässig funktioniert und die komfortable Möglichkeit der Nutzung verschiedener VPN habe ich nicht gebraucht. Daher hatte ich das Paket network-manager deinstalliert, also nicht nur deaktiviert. Ein Fehler, wie sich zeigte!

Gerade die VPN-Fähigkeiten werde ich aber möglicherweise demnächst brauchen. Also wollte ich “mal eben” den NetworkManager wieder installieren. Weit gefehlt – natürlich ließ er sich installieren, auch die Schnittstelle eth0 konnte ich einrichten, aber die Sache lief nicht. Ich schaltete nach der Installation (sonst geht die Installation natürlich nicht) das Netzwerk ab (sudo ifdown eth0) und ersetzte /etc/network/interfaces durch die Minimalversion:

# interfaces(5) file used by ifup(8) and ifdown(8)
auto lo
iface lo inet loopback

Dann wollte ich den NetwokManager starten mit

sudo systemctl start NetworkManager

Nichts, keine Fehlermeldung, aber auch keine Funktion. Wo lag das Problem? Eine Recherche im Usenet brachte auch keine Erhellung. Dabei hatte ich die Lösung schon längst gefunden, nur hatte ich sie nicht vollständig umgesetzt! Hier wird beschrieben, wie es geht, ich musste es nur vollständig (!) machen. Ich habe den gesamten Abschnitt “Enable NetworkManager and Disable systemd networkd” abgearbeitet und es hat funktioniert. Hier nochmal die Kurzfassung:

sudo apt-get install network-manager network-manager-gnome

sudo systemctl disable systemd-networkd.service
sudo systemctl mask systemd-networkd.service
sudo systemctl stop systemd-networkd.service

File /etc/netplan/config.yaml erstellen oder editieren (root):
network:
  version: 2
  renderer: NetworkManager

sudo netplan generate

ersetzen der /etc/network/interfces durch die minimlaen Einträge:
# interfaces(5) file used by ifup(8) and ifdown(8)
auto lo
iface lo inet loopback

sudo systemctl unmask NetworkManager
sudo systemctl enable NetworkManager
sudo systemctl start NetworkManager

Startet man jetzt mittels nm-applet das Applet in der Taskleiste, kann man seine Netzwerkverbindung einrichten. Sie steht bereits automatisch drin, aber mit DHCP.

Fazit: Bei den erfolglosen Versuchen hatte ich den Abschnitt mit netplan “übersehen”, ich meinte, sowas habe ich nicht… Genau das hat sich als der notwendige Schlüssel herausgestellt.

In Ubuntu mittlere Maustaste emulieren

Ich benutze am PC mit derzeit Ubuntu 18 eine Tastatur TK820 (wird wohl leider nicht mehr produziert)von Logitech mit großem Touchpad (das Folgende gilt sicher auch für die K400). Das hat zwei “Maustasten” in den unteren Ecken (bei K400 richtige Tasten).

Bei allen (?) U**x-Systemen kann man eine einfache Technik für drag-and-drop in Konsolen oder anderen Texteingaben anwenden: Man markiert mit der linken Maustaste einen Text in Browsern, Shells, vielen Editoren und kann dann diesen Ausschnitt woanders mit der linken Maustaste ablegen. Das funktioniert nicht immer, abhängig von der Technologie der Programme. In Shellfenstern klappt das immer und ist gerade für die schnelle Arbeit mit Kommandozeilen sehr hilfreich.

Die genannten Keyboards haben aber eben keine mittlere Maustaste! Mein Ziel war also, diese Taste irgendwie im normalen Tastenfeld zu emulieren. So gehts:

Man nehme die in Ubuntu vorhandene “Einstellung > Tastatur > Tstenkürzel für Anwendungen” und erzeugt einen neuen Eintrag (“Hinzufügen”). In “Befehl” schreibt man “xdotool click 2” und drückt dann nach Aufforderung die Taste oder Kombination, die man gern hätte und sonst nicht braucht. Beim meinem PC ist das “altgr-strg” rechts von der Leertaste, bei meinem Laptop die sonst zu nichts zu gebrauchende Menütaste ebendort.

Fertig. Ich arbeite schon lange ohne echte Maus, um den Arm zu schonen und nutze diese Möglichkeit ohne hinzusehen.

Nachtrag 1: In eine Shell kann man den auf diese Weise kopierten Text nicht ohne weiteres mit “altgr-strg” einfügen – dachte ich bisher. Zufällig habe ich entdeckt, dass das zusammen mit shift doch geht! Damit ist diese Lösung ein vollwertiger Maus-Ersatz :-).

Nachtrag 2: xdotool ist möglicherweise nicht vorhanden und somit erst noch zu installieren (sudo apt install xdotool).

Dienste in Ubuntu automatisch starten

Hier wird gut beschrieben, wie ich in Ubuntu und Debian Dienste automatisch bei Booten starten kann oder dieses auch wieder entferne, Normalerweise wird das bei der Installation mit erledigt, aber wenn man z.B. einen anderen Webserver möchte, muss der bisherige künftig ausgeschaltet werden.

Quelle:
www.tippscout.de/ubuntu-dienste-automatisch-starten_tipp_5451.html

Um zum Beispiel beim Booten immer den mysql-Dienst zu starten, reicht

sudo update-rc.d mysql defaults

Dropbox installieren in Xubuntu 18

Dropbox Logo

In meinem eigenen Beitrag hier beschrieb ich im Februar 2016 die Mühen, die ich mit der Installation der Dropbox auf der damals noch laufenden Xubuntu-Version 14.04 hatte. Ich hatte es irgendwie hinbekommen, aber das war alles nicht so recht befriedigend. Wenig tröstlich war, dass ich anhand der Suchergebnisse sehen konnte, dass auch viele andere an der Aufgabe scheiterten.

Jetzt habe ich auch meinem Laptop ein Upgrade auf 18.04  verpasst – und prompt funktionierte die Dropbox nicht mehr. Das Symbol in der Taskleiste war wieder als “unbekannt” dargestellt und blieb unbedienbar.

Für den Fall, dass Dropbox installiert ist und läuft:

dropbox stop rm -rf ~/.dropbox ~/.dropbox-dist sudo apt-get purge thunar-dropbox-plugin sudo apt-get autoremove

Dann neu installieren:

sudo apt-get install thunar-dropbox-plugin

Zum automatischen Start geeignet eintragen:

dbus-launch dropbox start -i

Also habe ich zunächst alles entfernt, was nach Dropbox aussah, und dann nach einigem Probieren diese Seite bei askubuntu.com  (englisch) gefunden, in der ein kurzer Weg beschrieben wird, der sogar sofort funktioniert. Hier die Zusammenfassung:

Nach einem Reboot sollte die Dropbox laufen und das Symbol in der Taskleiste sollte ordentlich aussehen und bedienbar sein.

Das “dbus-launch” ist der entscheidende Hinweis! Alle anderen Wege, die so im Internet zu finden sind, scheinen voneinander abgeschrieben worden zu sein und funktionierten zumindest bei mir ausnahmslos nicht.

Skype für Linux – Fehlanzeige 2

Bereits im letzten Jahr habe ich hier beschrieben, dass Skype auf “älteren” PCs (Hardware!) und Ubuntu 16.04 nicht funktionierte. Inzwischen habe ich das Upgrade auf Ubuntu 18.04 gemacht – und Skype funktioniert “anders nicht”. Man kann es problemlos installieren, egal ob als deb-Paket von der Skype-Website oder per “sudo snap install skype –classic”. Danach lassen sich die Nutzerdaten eingeben, das Hauptfenster startet und funktioniert, das Symbol in der Taskleiste erscheint und alles sieht gut aus.

Nur überlebt das den Neustart nicht. Mit etwas Glück erscheint das letzte Chatfenster von gestern. Schließt man das, merkt man, dass damit auch Skype selbst nicht mehr läuft. Startet man es händisch erneut, erscheint wie früher ein leeres Fenster, das beim Bewegen den Hintergrund “mitnimmt” und sich nur mit kill, pkill oder xkill schließen lässt. Eine Meisterleistung von Microsoft, vielen Dank!

Mount Google Drive in Ubuntu

Ein Update gleich vornweg: Dieser Weg scheint heute (Oktober 2017 mit XUbuntu 16.06) nicht mehr zu funktionieren. Eine Alternative ist der  aufgezeigte Weg in diesem Beitrag.


Endlich mal ein funktionierender Weg, um Google-Drive in Ubuntu problemlos zu mounten und darauf lesend und schreibend zuzugreifen! Englischsprachige Anleitung:

Quelle: Mount Google Drive in Ubuntu – Using Google Drive Ocamlfuse

Update:

Ich habe die hier beschriebene Lösung erweitern müssen. Ein Aufruf sofort nach dem Systemstart ging nicht, anscheinend ist da “irgendwas” noch nicht bereit. Ich habe also ein kleines Startscript geschrieben und rufe das im Ubuntu-Autostart auf:

#!/bin/sh
sleep 5m
google-drive-ocamlfuse ~/GDrive

Damit wird die Verbindung 5 Minuten später gestartet und funktioniert. Sicher geht es auch schneller, das käme auf einen Versuch an.

Ergänzung:

Falls man GDrive wieder loswerden möchte, ist zunächst google-drive-ocamlfuse zu deinstallieren (über synaptic oder apt-get).

sudo apt-get remove google-drive-ocamlfuse

Dann muss man als root(!) das Verzeichnis ~/GDrive, das ja eigentlich ein Laufwerk darstellt, unmounten.

sudo umount GDrive

Dann erst kann man das Verzeichnis löschen! Ansonsten bliebe die "ressource belegt", solange der Treiber darauf zugreift.

Dropbox Icon kaputt bei Xubuntu?

Dropbox in Xubuntu – nicht kaputt, aber unbedienbar

Achtung: Dieser Beitrag ist veraltet! Ein im September 2018 neu gefundener Lösungsweg wird hier beschrieben.


Dropbox Logo

Seit Wochen ärgert es mich, dass das Dropbox-Icon in der Taskleiste von Xubuntu (bei mir 14.04, laut Recherchen tritt das quer durch alle möglichen Distributionen und Versionen auf) kaputt ist derart, dass nur dieses “Unbekanntes-Symbol”-Icon angezeigt wird, das auch nicht bedienbar ist. Die Dropbox läuft, der Ordner ist da und wird synchronisiert. Merkwürdigerweise läuft alles, wenn man es in einer root-Shell startet, wobei sie beim ersten mal initialisiert wird und dann ordentlich das Symbol zeigt. Das wäre auch ein Workaround, wobei allerdings die synchronisierten Ordner und Files root gehören.

Ich habe die Dropbox nach dieser Anleitung installiert. Dabei im Abschnitt Xubuntu und dem Folgenden nachlesen: Das Nautilus-Plugin (was trotzdem mit installiert wird) nutze ich mangels Nautilus nicht, denn Xfce verwendet Thunar. Auf ein Plugin dafür wir verwiesen.

Nun zum eigentlichen Problem. Hier die kurze Zusammenfassung des Artikels, der untern verlinkt ist. Achtung, entscheidend sind die UPDATES unten! Bitte nicht alle Schritte nachmachen, die Lösung kommt zum Schluss.

Zunächst kann man in einer Shell prüfen, ob folgendes funktioniert:

dropbox stop && DBUS_SESSION_BUS_ADDRESS="" dropbox start

Wenn ja, dann folgendes: Den Autostart der Dropbox selbst ausschalten:

dropbox autostart n

Dann den Autostart-Eintrag in ~/.config/autostart umkopieren (dropbox.desktop kann man nicht löschen, das wird immer wieder neu erzeugt!):

cp ~/.config/autostart/dropbox.desktop ~/.config/autostart/start_dropbox.desktop

Dann den Eintrag start_dropbox.desktop bearbeiten:

[Desktop Entry]
Name=Dropbox
GenericName=File Synchronizer
Comment=Sync your files across computers and to the web
#Exec=dropbox start -i
Exec=env DBUS_SESSION_BUS_ADDRESS="" dropbox start -i
Terminal=false
Type=Application
Icon=dropbox
Categories=Network;FileTransfer;
StartupNotify=false

Als letztes in “Einstellungen > Sitzung und Startverhalten > autom. gestartete Anwendungen” den unbenutzten Eintrag ent-haken (da steht nur “dropbox start -i” drin) und den zweiten anhaken. Ausloggen, einloggen, fertig.

Kommentare und Hinweise auf andere Lösungen sind ausdrücklich erwünscht!

Quelle: DB Icon corrupted on Xubuntu 15.10

Update 1

Ich schrieb, dass man den ursprünglichen Eintrag in der Autostart-Liste deaktivieren muss und auch, dass man den Autostart durch “dropbox autostart n” unterbinden könne. Beides reicht offenbar nicht, die Dropbox ist eigensinnig. Sobald ihr Icon in der Taskleiste da ist, muss man rechtsmäusig draufklicken und Einstellungen wählen. Dort muss der Eintrag “Dropbox beim Systemstart starten” deaktiviert werden. Ansonsten versucht sie bei nächste Hochfahren doch wieder 2x zu starten, was zu einer Fehlermeldung führt.

dropbox

Update 2:

Es hat 2 Tage funktioniert… Ich habe nun zunächst alles zur Dropbox über Synaptic deinstalliert und dann die Dropbox zu Fuß neu installiert:

cd ~ && wget -O - "https://www.dropbox.com/download?plat=lnx.x86_64" | tar xzf -

Starten lässt sie sich nun mittels

env DBUS_SESSION_BUS_ADDRESS="" ~/.dropbox-dist/dropboxd

Wenn ich das händisch aufrufe, funktioniert es mit Symbol – im Autostart noch nicht. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass eine gewisse Startverzögerung sinnvoll sei, damit der Desktop schon fertig ist. Um das für den Autostart nutzen zu können, habe ich ein Script ~/bin/dropbox-autostart erzeugt (chmod +x nicht vergessen!) und trage das als Startprogramm ein:

#!/bin/bash

# irgendwer startet die Dropbox
# also erstmal totmachen nach einer Weile
sh -c "sleep 5; pkill dropbox;sleep 5; env DBUS_SESSION_BUS_ADDRESS='' ~/.dropbox-dist/dropboxd"

Irgendeiner startet die Dropbox direkt beim Hochfahren ohne mein Zutun, deswegen muss ich sie erstmal killen und dann mit der env-Variable neu starten. Das ist irgendwie “overkill”, scheint aber zu funktionieren.

Fix für logrotate errors für mySQL in Ubuntu

In seinem Blog beschreibt Shahar Evron eine Methode, mit einem Einzeiler den Fehler zu beseitigen, der bisher bei mir täglich in den Mails an root gemeldet wurde. Hier ist der Fehler:

/etc/cron.daily/logrotate:
error: error running shared postrotate script for 
'/var/log/mysql.log /var/log/mysql/mysql.log /var/log/mysql/mysql-slow.log 
/var/log/mysql/error.log '
run-parts: /etc/cron.daily/logrotate exited with return code 1

Hier ist der Einzeiler:

echo "SET PASSWORD FOR 'debian-sys-maint'@'localhost' = PASSWORD('`sudo cat /etc/mysql/debian.cnf | grep password | head -n 1 |</code></div>
<div class="line number2 index1 alt1"><code class="plain plain">awk -F= '{ gsub(/[ \t]+/, "", $2); print $2 }'`');" | mysql -u root -p

Verwirrend? Verstehen muss ich das ja nicht…

Quelle: arr.gr/blog/2014/06/fixing-logrotate-errors-and-other-mysql-issues…

Ich habe es ausprobiert und es funktioniert. Der Fehler war unbewusst entstanden – wie im Blog beschrieben -, weil ich das Betriebssystem neu aufgespielt und dann die alte DB-Sicherung zurückgeholt habe. Dabei bekommt der Systemuser “debian-sys-maint” von mySQL das falsche (zufällig generierte) Passwort. Das wird mit dem obigen Einzeiler korrigiert.

Danke, Shahar Evron!